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Die drei Epochen des Mittelalters
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Arnulf und Minnegard

ir schreiben das Jahr des Herrn 610.

Ich, Arnulf, stehe im Dienste Bischofs Childerich von Spira.
In seinem Auftrag reise ich bis ins weit entfernte Toulouse um dort Papyrus und Stoffe, in Farben die es bei uns nicht gibt, aber auch Köstlichkeiten wie Datteln, Oliven, Garum, Reis, Gewürze und so einiges mehr einzukaufen.
Auch diene ich ihm als Bote, der Schriftstücke an Freund und Feind überbringt, wobei ich zum Nutzen meines Herrn Augen und Ohren offen halte.


Hallo, mein Name ist Minnegard. Meinen Mann haben Sie ja gerade kennengelernt. Nur was wäre ein Fernhändler ohne seine Frau, welche in seiner Abwesenheit dem Haushalt vorsteht. Natürlich obliegen mir auch die Führung dessen und die Erziehung unseres Kindes. Durch unseren Dienst für den Bischof haben wir die für uns einmalige Möglichkeit unserem Sohn eine klosterschulische Bildung zukommen zu lassen.


mportwaren der Merowingerzeit

Hier sehen Sie eine Auswahl der Lebensmittel, die als Luxuswaren in die merowingischen Königreiche importiert wurden.

Im Glas links befindet sich Olivenöl, im rechten Glas Fischsoße. Auf dem Teller sehen Sie im Uhrzeigersinn von oben angefangen: Zimtstangen, Kümmel, Nelken, Oliven, Lavendel, Datteln, Minze. In der Mitte ist Reis, dieser wurde zu dieser Zeit in Süditalien und Südspanien angebaut. Des Weiteren wurde auch Pfeffer und Kichererbsen importiert, um die bei den Reichen beliebte Römische Küche zu ermöglichen. Auch nicht abgebildet ist der zum Schreiben von Briefen, Dokumenten und Urkunden benötigte Papyrus aus Ägypten. Pergament war zwar bereits bekannt, wurde aber wohl noch nicht in dem Umfang genutzt wie in späterer Zeit.

Quellen:
MGH Diplomata regum Francorum e stirpe Merovingica 171 Gregor von Tours,Liber in gloria martyrum 79 S. 92 Arnulf und Minnegard

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